DIE GRUPPE

SELBSTHILFE

HÄUSLICHE

GEWALT

INHALT
WAS IST HÄUSLICHE GEWALT?

 

HÄUSLICHE GEWALT

 

ist körperlichesexuellepsychische und wirtschaftliche Gewalt bzw. Gewalttaten zwischen Menschen, die in einem Haushalt zusammen leben.

Unter den Oberbegriff der häuslichen Gewalt fallen deshalb nicht nur Gewalt in Paarbeziehungen wie Ehen, Lebensgemeinschaften, (vor, während und nach einer Trennung), sondern auch Gewalt gegen KinderGewalt von Kindern gegenüber ihren Eltern, Gewalt zwischen Geschwistern und Gewalt gegen im Haushalt lebende ältere Menschen.

(Quelle: Wikipedia)

WAS IST SELBSTHILFE?

 

SELBSTHILFE IST

  • ein freiwilliger Zusammenschluss von Gleichbetroffenen

  • ohne professionelle Anleitung

  • gegenseitige Hilfe und Erfahrungsaustausch

  • Solidarität, Verständnis, Offenheit und Vertrauen

  • neue Wege und Zuversicht entwickeln

  • sein Schicksal gemeinsam mit anderen in die Hand nehmen

  • soziale Netze knüpfen

  • gemeinsame Anliegen vertreten

  • eine Ergänzung des sozialen und gesundheitlichen Versorgungssystems

  • ein wichtiger Teil Bürgerschaftlichen Engagements

SELBSTHILFE HILFT

  • bei gesundheitlichen Problemen

  • bei psychosozialen Problemen

  • bei sozialen Belastungen z.B. in der Familie oder Partnerschaft

  • in besonderen Lebenssituationen

WAS WIR TUN
1

SELBSTHILFE IN DER GRUPPE

In der Gruppe findet ein Erfahrungsaustausch statt. Dabei soll es nicht nur um die Ereignisse selbst, sondern auch um die Erfahrungen gehen, die danach gemacht wurden - mit Therapien, Gerichtsverfahren,... uvm. 

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EINLADUNG VON REFERENTEN

Um kompetente Antworten auf wichtige Fragen zu häuslicher Gewalt zu bekommen, laden wir regelmäßig Referenten zu relevanten Themen zu uns ein.

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FREIZEITAKTIVITÄTEN

Für die bessere Gruppengemeinschaft planen wir immer wieder gemeinsame Freizeitaktivitäten, wie z.B.​

  • Wanderungen

  • Klettergarten

  • Kaffee trinken gehen

  • Spieleabende

  • Gemeinsames Kochen

  • Etc…

„Du kannst nicht entscheiden, was dich im Leben erwartet, doch kannst du entscheiden, wie du damit umgehst.“
 
 
 
 

GRUPPENTREFFEN:

UNSERE GRUPPENTREFFEN LAUFEN IMMER NACH FOLGENDEM SCHEMA AB:
1
ERÖFFNUNGSRUNDE
2
AUSTAUSCH ZUM THEMA TEIL 1
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PAUSE
 

Zu Beginn eines Treffens findet eine Eröffnungsrunde statt, bei der jeder kurz die Fragen "Wie geht es mir heute?" und "Was erhoffe ich mir von diesem Treffen?" beantwortet.

Als zweites folgt der Austausch über ein vorher vereinbartes Thema. Jeder darf (mit Zeitbegrenzung) zu Wort kommen. 

Zu einigen Themen werden auch Referenten eingeladen, die bestimmte Themen aus fachlicher Sicht erläutern werden.

Nach einer Stunde machen wir eine 10 Minuten-Pause, in der geraucht, gesnackt und auf die Toilette gegangen werden kann.

Wir haben uns dafür entschieden, weil einige Themen doch schon sehr unter die Haut gehen und das ohne Pause manchmal einfach zu viel wird.

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AUSTAUSCH ZUM THEMA TEIL 2
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ORGANISATION
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ABSCHLUSSRUNDE
 

Nach der Pause haben wir noch weitere Zeit, um uns über das Thema auszutauschen.

Vor der Abschlussrunde besprechen wir noch den nächsten Termin, evtl. Themen für die nächsten Treffen, wer welche Aufgaben übernimmt und eben alles Organisatorisches.

In der Abschlussrunde beantwortet jeder die Frage "Wie fand ich das heutige Treffen?" und "Wie geht es mir jetzt?". 

 

GRUPPENREGELN:

JEDE SELBSTHILFEGRUPPE BRAUCHT REGELN, UM DEN UMGANG MITEINANDER GUT ZU GESTALTEN UND EINE HARMONISCHE ATMOSPHÄRE FÜR KONSTRUKTIVE UND HEILENDE GESPRÄCHE ZU SCHAFFEN.
DAS SIND UNSERE.
1
VERTRAULICHKEIT
2
UMGANGSFORMEN
3
GESPRÄCHSREGELN

Was in unserer Gruppe besprochen wird und auch was bei uns passiert, bleibt in der Gruppe und wird nicht nach außen getragen!

Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.

Unser Umgang soll respektvoll, ehrlich, offen und zwanglos sein.

Mobbing, lästern und über andere lustig machen führt zum sofortigen Ausschluss aus der Gruppe!

- Zuhören und aussprechen lassen

- Keine Nebengespräche &  -geräusche

- Vor jeder Themenrunde wird ein Zeitlimit (z.B. 10 Min) bestimmt, das jede von uns bekommt, um zu Wort zu kommen. Wenn die Zeit abgelaufen ist, ist die nächste dran.

Das Ganze wird mit einer Sanduhr unterstützt.

- Ich-Botschaften senden

- Kritik ist ausschließlich in konstruktiver Form erwünscht. Bevor man aber selbst eine konstruktive Kritik an jemanden abgibt, sollte man vorher fragen, ob das erwünscht ist. Manchmal ist der Zeitpunkt für Kritik entscheidend. 

- Wenn es einer von uns zu viel wird, hebt sie die rote Karte. Es wird dann entschieden, wie weiter verfahren wird und ob es vielleicht möglich ist, das Thema entweder für alle einfacher zu gestalten oder ob z.B. eine Pause hilft o.ä..

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VERBINDLICHKEIT
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TRINKEN, ESSEN, RAUCHEN, PIPI
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ENTSCHEIDUNGEN

Uns ist wichtig, dass jede pünktlich kommt. Wenn eine von uns verhindert ist oder später kommt, soll sie bitte rechtzeitig Bescheid geben.

Außerdem ist es wichtig, dass man sich in einer Gruppe aufeinander verlassen kann. Deswegen wird erwartet, dass übernommene Aufgaben auch tatsächlich umgesetzt werden und sich bei Verhinderung um einen Ersatz gekümmert wird. 

Trinken: Es kann die ganze Zeit getrunken werden, solange es leise passiert. 

Essen: Zum Essen ist die Pause da. 

Rauchen: Zum Rauchen ist die Pause da.

Pipi: Wir haben eine Pipi-Karte. ;) Wer Pipi muss, hebt den Zettel und verlässt leise den Raum.

Entscheidungen werden in der Gruppe demokratisch getroffen. 

Wenn es zu keiner Einigung kommen sollte, haben wir die Möglichkeit, erfahrene Leute vom SHZM oder der Frauenhilfe hinzuzuziehen. 

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NEUE GRUPPENMITGLIEDER
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ABSCHIEDE
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SELBST-VERANTWORTUNG

Voraussetzung für neue Gruppenmitglieder ist IMMER ein Vorgespräch. 

Zu jedem 1. Treffen im Monat haben potentielle Gruppenmitglieder die Möglichkeit, dazuzukommen. 

Das erste Treffen soll ganz unverbindlich und zwanglos sein, sodass sich die neuen Mitglieder zwar kurz vorstellen sollen, aber ansonsten zu nichts gezwungen sind - alles kann, nichts muss. 

Von langfristigen Gruppenmitgliedern wünschen wir uns, dass sie sich verabschieden, wenn sie sich dazu entschließen, zu gehen. 

Es ist schön, nochmal einen Abschluss zu machen und Unmut zu vermeiden.

Mitglieder von Selbsthilfegruppen sind selbstverantwortlich. 

Das heißt, dass jede selbst dafür verantwortlich ist, was sie erzählt oder nicht erzählt, was ihre Ziele sind, ob sie sich für ihre Ziele mit einbringt oder nicht, ob sie Hilfe / Tipps / Kritik annimmt und dass sie sich gut um sich sorgt, wenn Themen mal schwierig werden.

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AUFGABEN-
VERTEILUNG
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KOMMUNIKATION ÜBER SOCIAL MEDIA

Um eine Selbsthilfegruppe an Laufen zu halten, muss sich jedes Mitglied einbringen, auch die Aufgabenverteilung gehört dazu. 

Es ist wichtig, sich auf jede einzelne verlassen zu können. 

Aufgabenbeispiele: 

- Moderation / Zeitbegrenzung

- Finanzen / Anträge

- Raumbuchung

- Organisation (Termine, Referenten, Material,...)

- Vorgespräche neue Mitglieder

- Themenvorschläge festhalten

- Ausflüge planen

- Snacks, Essen, Trinken 

- (Öffentlichkeitsarbeit)

Über Social Media Kanäle (z.B. WhatsApp) kommunizieren wir ausschließlich organisatorische Themen. 

Alles andere hat im Netz nicht nur nichts zu suchen, es kann auch für Unmut in der Gruppe sorgen. 

 

GRUPPENZIELE:

DIE ZIELE UNSERER GRUPPENMITGLIEDER SIND:
1
AUSTAUSCH MIT GLEICHGESINNTEN
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ERLEBNISSE VERARBEITEN
3
UNTERSTÜTZUNG UND ZUVERSICHT

Der Hauptgrund für die Mitgliedschaft in einer Selbsthilfegruppe ist natürlich in erster Linie der Austausch mit Gleichgesinnten. Menschen zu haben, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, mit denen man sich offen über schwierige Situationen austauschen kann und auf Verständnis trifft. 

Durch das Sprechen über das, was uns widerfahren ist, verarbeiten wir jedes Mal auf's Neue wieder ein kleines Stückchen und lernen, mit den Erfahrungen zu leben und damit umzugehen. 

In unserer Selbsthilfegruppe profitieren wir jeweils voneinander. 

Wir finden Lösungen, stehen uns in schwierigen Situationen bei, sind füreinander da und überlegen gemeinsam, wie jede von uns zukünftige, schwierige Situationen meistern kann. 

Wir nehmen uns somit gegenseitig die Angst und ersetzen sie durch Zuversicht und Hoffnung.

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ANKOMMEN
5
AUFRÄUMEN
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VERHALTEN REFLEKTIEREN

Unsere Selbsthilfegruppe ist ein Ort, an dem wir uns wohlfühlen und runterkommen wollen. 

Wir kommen einfach an und können reden oder schweigen, lachen oder weinen, ernste Themen oder auch mal weniger ernste Themen besprechen. 

Uns ist wichtig, dass diese gemeinsame Zeit wertvoll ist und bleibt und wir alle gerne zusammen kommen.  

Unser Thema ist ein sehr aufreibendes Thema, welches so viel Raum in einem Leben einnehmen kann, dass man keinen Kopf mehr für andere Dinge hat. 

Wir möchten das gemeinsam nachholen und unsere Leben aufräumen.

Unsere eigenen Gefühle, Verhaltensweisen, Entscheidungen verstehen lernen und sortieren, was schön und was weniger schön war, was uns geprägt hat - positiv wie negativ uvm.

Die Gewalttäter sind oftmals sehr manipulativ und versuchen, mit psychischer Gewalt ihre Opfer dazu zu bringen, zu glauben, was der Täter ihnen einredet, z.B. "Du kannst nichts!" "Du bist nichts!".... 

Diese Manipulation löst bei den Betroffenen langfristige Schäden in Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein aus. Betroffene haben oft sogar das Gefühl, selbst an allem Schuld zu sein. 

Diese völlig verqueren Gedankenmuster wollen wir aufarbeiten, ungesunde Verhaltensweisen angehen, Schuldgefühle ablegen und wieder neue Lebensfreude entwickeln.

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MITEINANDER WACHSEN
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RÜCKHALT
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ÖFFENTLICHKEITS-ARBEIT

Das Engagement in einer Selbsthilfegruppe ist ein Ehrenamt. 

Durch dieses Ehrenamt wollen und werden wir alle vieles lernen, wovon wir in unserem Leben reichlich profitieren können, z.B.

- Zuverlässigkeit

- Verantwortung übernehmen

- Soziale Kompetenz

- Selbstreflektion

- Offenheit

- Empathie

uvm.

Außerdem möchten wir unsere Schicksale selbst in die Hand nehmen, uns gegenseitig formen und miteinander wachsen.

Der Begriff steht für sich. 

Diese Gruppe soll Rückhalt geben und Gleichgesinnte in schwierigen Situationen oder Krisen auffangen.

Wir möchten Menschen sensibilisieren, aufrütteln und aufklären. 

Wir möchten Augen öffnen.

Wir möchten Lösungen bieten.

Wir möchten etwas bewirken. 

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BILDUNG

Durch das Einladen von Referenten und auch die Teilnahme an Fortbildungen bilden wir uns weiter.